Wann:
28. Januar 2021 um 19:00 ÔÇô 20:30
2021-01-28T19:00:00+01:00
2021-01-28T20:30:00+01:00
Kontakt:
Lisa Maria Schwendinger
06641413735

Wir sind Homodea Meetingpoint ­čÖé

WIR PROZESS & Deep Diving

Du sehnst dich nach Verbindung?
Nach wahrhaftiger Verbindung mit dir selbst?
Nach authentischer Verbindung mit Gleichgesinnten?
Durch das Erforschen und Entdecken deines wahren Selbst
├Âffnest du dich Schritt f├╝r Schritt dem neuen Miteinander.
Wir laden dich ein, in Verbindung zu bleiben:
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F├╝r einen Zeitraum von ca 1,5 Stunden sind wir miteinander. Wach, integer, mitf├╝hlend.
W├Âchentlich, Donnerstag um 19:00 Uhr ├╝ber Zoom
Deep Diving
tauche tiefer um zu verstehen-durch ├ťbungen f├╝r Selbstreflexion, in intimen Kleingruppen
Jede gerade Kalenderwoche.
Wir Prozess
nach Scott Peck
F├╝r einen Zeitraum von 1,5 Stunden sind wir miteinander. Wach, integer, mitf├╝hlend.
Jede ungerade Kalenderwoche.
Gemeinsam erschaffen wir einen Kreis f├╝r Zentrierung und Kommunikation auf verbaler und nonverbaler Ebene. Bewusst lassen wir die t├Ąglichen Geschichten, die wir uns und anderen andauernd selbst erz├Ąhlen, au├čen vor.
Wissen + Erfahrung = Weisheit
Wir sind (d)ein Erfahrungsraum.

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Was l├Ąuft eigentlich in diesem Gemeinschaftsbildungsprozess genau ab?

Diagram $-Schichtenmodell

Manchmal denke ich, die Gemeinschaftsbildung ist wie eine Ausn├╝chterungskur, St├╝ck f├╝r St├╝ck befreit sich eine Gruppe von Ihrem normalen Sozialisationsverhalten, f├Ąllt alles ab, was unecht ist. Ohne dass eine Gruppe sehr stark dahin gehend gelenkt werden muss, wird sie an die Gef├╝hle herangef├╝hrt, vor denen im normalen Verhalten meist abgelenkt wird. Es ist befreiend, sich nicht verstellen zu m├╝ssen um irgendwelchen Konventionen zu gen├╝gen. Man kann sich auf das konzentrieren, was einem wichtig ist, was gerade da ist, auf das jetzt – ohne in irgendeiner Form durch ein Du solltest oder Du musst abgelenkt zu werden. Auf diese Art kommt eine Gruppe durch diese 4 Phasen zu immer mehr Tiefe und Authentizit├Ąt. Der Prozess wird bestimmt durch die Bereitschaft der Teilnehmer sich zu ├Âffnen und sich dem zu stellen, was auftaucht, jeder entscheidet selber wie viel er sich zumuten m├Âchte.
David Bohm, eine der wichtigsten Sch├╝ler von dem gro├čen spirituellen Lehrer Krishnamurti hat zu dem gleichen Zeitpunkt wie Scott Peck die Gemeinschaftsbildung, einen sehr ├Ąhnlichen Rahmen entwickelt, den er den Dialog nennt und in dem gleichnamigen Buch beschreibt. Er sagt, dass wir Menschen wieder etwas lernen m├╝ssen, was wir bereits 1 Million Jahre gemacht haben, aber in den letzten 5.000 Jahren nicht mehr existiert hat: in einer authentischen Art und Weise in einer Gruppe zusammen zu sein. Die Stammesmenschen w├╝rden wahrscheinlich ihren Kopf sch├╝tteln, dar├╝ber wie wir meist in einer Gruppe von Menschen kommunizieren. Es geht darum wieder zu lernen, auch auf der verbalen Ebene in einer tiefen und n├Ąhrenden Art und Weise zusammen zu sein, wo nicht der Kopf regiert und die Gef├╝hle unter dem Tisch ihr Dasein fristen m├╝ssen. David Bohm spricht von Soziotherapie, also keine individuelle Therapie, sondern wie man die Sozialisations- und Konditionierungsmuster bewusst macht. Wobei es letzten Endes nicht um Therapie geht, gem├Ą├č dem Motto: Dort wo keine Therapie oder Heilung versucht wird, kann am besten Heilung stattfinden.
Das Vier-Schichten-Pers├Ânlichkeitsmodell korrespondiert sehr stark mit den 4 Phasen der Gemeinschaftsbildung (Pseudo, Chaos, Leere und Authentizit├Ąt). Es wird heutzutage an vielen Stellen gelehrt und stammt urspr├╝nglich von Wilhelm Reich (der Charakterpanzer). Es besteht aus der ├Ąu├čeren Anpassungsschicht, den abwehrenden Gef├╝hlen (Hass, Trotz, Eifersucht, Gier, Neid), den abgewehrten Gef├╝hlen (Trauer, Schmerz, Hoffnungslosigkeit, Einsamkeit, Nichtverstandensein) und dem inneren Kern, dem Selbst. Dieses Modell korrespondiert sehr gut mit den vier Phasen der Gemeinschaftsbildung, da diese verschiedenen Schichten bzw. Phasen direkt miteinander im Zusammenhang stehen. Die Anpassung entspricht dem Pseudo, das Chaos der Abwehr, die Phase der Leere oder Entleerung korrespondiert mit der Verletzlichkeit, den Gef├╝hlen, die auftauchen, wenn die Abwehr durchschritten oder aufgehoben wird, dem Schmerz, der Trauer, der Einsamkeit etc. Das Selbst, der Kern, kann man mit Authentizit├Ąt gleichsetzen.
In dem pers├Ânlichen Wachstumsprozess geht es darum, sich durch diese verschiedenen Schichten zu arbeiten, um wirklichen Kontakt zu dem eigenen inneren Gef├╝hlsleben zu finden und authentisch im Leben sein zu k├Ânnen. Nat├╝rlich gibt es Situationen, wo es richtig ist, auf der Ebene von Pseudo und Anpassung zu reagieren, aber im allgemeinen geht es darum, f├╝r den anderen wirklich offen zu sein, in der Verletzlichkeit zu bleiben (3. oder 4.Phase/Schicht), nicht mit Abwehr zu reagieren, auch wenn man angegriffen wird. Wenn man es schafft, relativ stabil in diesem Zustand der Verletzlichkeit oder Authentizit├Ąt zu bleiben, ist der Energiefluss offen, ist man mit dem Leben und sich selbst in Kontakt. Bei der Gemeinschaftsbildung nach Scott Peck (und bei jedem anderen guten Seminar oder Gruppenprozess, sei es verbal oder nonverbal) durchlaufen die Mitglieder gleichzeitig als Gruppe als auch individuell diese verschiedenen Schichten bzw. Phasen. Die Gruppe unterst├╝tzt den Einzelnen, tiefer in diese ÔÇ×ZwiebelÔÇŁ zu gelangen als er es aus eigener Kraft schaffen w├╝rde. Dieser Prozess l├Ąuft bei der Gemeinschaftsbildung relativ bewusst ab, das hei├čt, man bekommt die Gelegenheit, sich selber und sein Verhalten im Verlauf dieser verschiedenen Schichten zu studieren bzw. zu erleben. Dies ist der generelle Vorteil bei verbalen Prozessen gegen├╝ber den Nonverbalen, daf├╝r beinhaltet die Sprache die gr├Â├čere Gefahr zu intellektualisieren und von den Gef├╝hlen wegzugehen. Deswegen ist der gemeinschaftsbildende Prozess nach Scott Peck auch so n├╝tzlich, weil es auch sehr stark um diese Flucht vor den Gef├╝hlen in unserer Verwendung der Sprache geht. Darin wird jedes einzelne Mitglied gefordert, weil diese Aufgabe nicht von der Leitung abgenommen wird. So lernt jeder, wann er eingreifen muss, wann es ihm zu kopflastig oder langweilig wird.
Die Phase Chaos hat viel mit Kritik zu tun. Das gegenseitige Feedback ist sehr wichtig f├╝r die Pers├Ânlichkeitsentwicklung, gibt einem die M├Âglichkeit, Verdr├Ąngungen aufzuheben und blinde Flecken anzuschauen. Bei dem gemeinschaftsbildenden Prozess kann man ├╝ben, wann es richtig ist, den anderen zu kritisieren bzw. es nur ein Versuch darstellt, von den eigenen Dingen abzulenken, sich dem anderen ├╝berlegen zu f├╝hlen, seine eigenen Themen auf den anderen zu projizieren. Es hei├čt bei der Gemeinschaftsbildung, es geht nicht darum, den anderen zu therapieren, zu ├╝berzeugen oder zu heilen. In der Phase des Chaos findet aber meist genau das statt. Wenn die Gruppe aber dranbleibt, also nicht auf Grund der entstehenden Spannungen und Konflikte auseinander f├Ąllt, kommt sie in die tiefere Phase der Entleerung und Verletzlichkeit. In dieser Schicht wird nur noch aus dem eigenen Gef├╝hl heraus kritisiert, wenn man selber ein zu gro├čes Problem hat, was man nicht mehr alleine l├Âsen kann und auf die Korrektur der anderen angewiesen ist. Wenn man sich verletzt f├╝hlt, schl├Ągt man nicht einfach zur├╝ck, sondern formuliert die eigenen Gef├╝hle des Schmerzes und gibt auf diese Art ein Feedback. Das kann von dem anderen ganz anderes angenommen werden, es ist viel einfacher, sich auch zu ├Âffnen, den Fehler zuzugeben oder einfach den Schmerz des anderen, den man ausgel├Âst hat, mitzuf├╝hlen.
Ein entscheidender Faktor bei der Gemeinschaftsbildung ist die Stille. Normalerweise wird diese sehr schnell als unangenehm in einer Gruppe empfunden, als Ausdruck, dass etwas nicht in Ordnung ist. Wenn aber von vorn herein die normalen Regeln der Sozialisation aufgehoben werden, es niemanden vorgeschrieben wird wie er sich verhalten soll, entsteht relativ schnell erst mal Stille. Bei der Gemeinschaftsbildung wird diese als normal akzeptiert, manchmal ist sie dr├╝ckend, manchmal sehr angenehm. Es kann in Ruhe gewartet werden, bis neue Impulse auftauchen. Oft ist dieses Schweigen sehr wichtig, braucht es seine Zeit, damit etwas entstehen, ausgebr├╝tet werden kann. Diese Stille wird oft als Wandlungsprozess erlebt.
Ein weiterer sehr wichtiger Punkt bei der Gemeinschaftsbildung ist die Empfehlung, nur zu reden, wenn man bei sich einen Impuls daf├╝r wahrnimmt. Wenn die Mitglieder dieses gut beherzigen, kann der Gro├če Geist, die Universelle Energie, das Geistige Universum, das Unbewusste oder wie man es sonst nennen mag, Regie f├╝hren. Das ist eigentlich der wichtigste Teil der Gemeinschaftsbildung nach Scott Peck, auf diese Art funktioniert diese ÔÇ×Group of all leadersÔÇŁ und erreicht eine ├Ąhnliche bzw mehr Tiefe, als wenn es einen Leiter geben w├╝rde. Diese zentrale Empfehlung fordert den einzelnen Teilnehmer, es ist gleichzeitig f├╝r jeden eine wichtige Auseinandersetzung mit sich selbst. Sp├╝re ich einen wirklichen Impuls, m├Âchte ich mich nur wichtig machen, reagiere ich nur auf den anderen, ohne es wirklich bei mir sacken zu lassen? Muss ich dem anderen ein Feedback geben, weil es offensichtlich ist, dass er nicht aufgrund eines wirklichen Impulses redet und es mich zu sehr st├Ârt? Auch bei so einem Feedback oder Kritik geht es darum, nach innen zu horchen, ob es bei mir wirklich einen Impuls gibt, diese Aussage zu machen. Wenn die Beitr├Ąge zu schnell hintereinander kommen, man also das Gef├╝hl hat, das man sehr schnell sein muss, um ├╝berhaupt einen Beitrag geben zu k├Ânnen, ist dies meist ein deutliches Zeichen, dass diese Empfehlung, nur zu reden, wenn man den Impuls daf├╝r sp├╝rt, nicht in der Gruppe angewendet wird. Das wird dann wahrscheinlich von der Begleitung nach einer gewissen Zeit angesprochen, wenn es innerhalb eines Workshops geschieht. Bei einer Gruppe ohne Leitung, die in diesem Punkt bereits ├ťbung hat, wird es von Mitgliedern der Gruppe angesprochen. Da jeder f├╝r den Erfolg seiner Teilnahme an der Gruppe selber verantwortlich ist, hat jeder die Aufgabe, anzusprechen, wenn f├╝r ihn etwas nicht stimmt. Auch hier gilt wieder das Gesetz des Impulses.
Ist die Suche nach authentischer Begegnung und Gemeinschaft nicht etwas sehr zentrales in unserem Leben, vielleicht sogar einer der wichtigsten Impulse unseres Zeitgeistes? Was wird wichtig, wenn die materielle Versorgung gew├Ąhrleistet ist, es nicht mehr nur um schneller und besser geht?
Gemeinschaft hat offensichtlich etwas Pers├Ânlichkeitsentwicklung zu tun, und wir befinden uns an einem Punkt, wo es darum geht, die Masken fallen zu lassen, das sch├╝tzende Ego aufzugeben. Ken Wilber spricht von dem ├ťbergang von der 5. zur 6. Entwicklungsstufe der Menschheit, von der Rationalen zur integral holistischen Ebene. Um diese neue Stufe entwickeln und aufrecht erhalten zu k├Ânnen, braucht es offensichtlich Gemeinschaft. ├ťber sie k├Ânnen wie wir den heil(igen)enden Geist wieder zur├╝ck in unsere Gesellschaft einladen, wirkliche Spiritualit├Ąt, welche durch die Entwicklung der rationalen Stufen stark verdr├Ąngt wurde.

Auschnitt aus dem Buch Gemeinschaftsbildung von Scott Peck

 

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Diese Veranstaltung ist kostenlos. Wir freuen uns jederzeit f├╝r einen freiwilligen Beitrag f├╝r den RAUM.

Alles Liebe,

 

Lisa und Gabriela

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https://us02web.zoom.us/j/83702048402?pwd=elgwS0ZNOE1OQmkrdEhEZytSWnZrQT09